Agrarhandel ist wichtiges Bindeglied zwischen Anbau und Verarbeitung – DER AGRARHANDEL positioniert sich anlässlich der Grünen Woche
Hamburg/Berlin, 14.01.2026
Die Grüne Woche, die morgen in Berlin eröffnet wird, feiert in diesem Jahr ein 100-jähriges Jubiläum. Ein guter Anlass, das Augenmerk auf eine Branche zu richten, die im Rahmen der Lebensmittelkette oft weniger im Rampenlicht steht, aber eine weit über 100-jährige Geschichte aufweist: Der Agrarhandel nimmt als Bindeglied zwischen Primärproduktion und Lebensmittelindustrie eine wichtige Funktion ein, damit Landwirte ihre Ernten bestmöglich vermarkten können und die verarbeitende Industrie mit Rohstoffen in ausreichender Menge, zum passenden Zeitpunkt und in hoher Qualität beliefert wird. Auf dieses enge Zusammenspiel weist Martin Courbier, Geschäftsführer des Verbandes DER AGRARHANDEL hin. Agrarhandelsunternehmen halten die angenommenen Waren gesund und lagern diese, sie versorgen die Binnennachfrage – ob konventionell oder bio, ob Nische oder Hauptgetreidearten. Und Agrarhändler schaffen Zugang zu Exportmärkten, um den deutschen Landwirten weltweite Absatzchancen zu ermöglichen.
Courbier mahnt an, im Rahmen der weltweit größten Verbrauchermesse für Landwirtschaft und Ernährung auch die Bedürfnisse des Agrarhandels als Partner von Landwirten und Lebensmittelverarbeitung zu beachten:
- Wichtig für die Resilienz der Landwirtschaft ist die Erschließung neuer Absatzmärkte in den Wachstumsregionen der Welt. Hier gilt es, auf Augenhöhe mit potenziellen Handelspartnern auszuloten, wie stabile und verlässliche Kooperationen aufgebaut werden können. Daher begrüßt DER AGRARHANDEL ausdrücklich die Initiative des Bundeslandwirtschaftsministers, durch eine Agrarexportstrategie Abhängigkeiten zu verringern und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Agrarbranche zu stärken.
- Der Fachkräftemangel ist auch für den Agrarhandel ein begrenzender Faktor. Um gut ausgebildete Mitarbeiter zu halten und Arbeitsspitzen in der Ernte abzufangen bedarf es flexibler Arbeitszeitregelungen, konkret eine Änderung der wöchentlichen Höchstarbeitszeiten nach europäischem Vorbild.
- Um die hohe Qualität der gehandelten Agrarprodukte erhalten zu können, fordert DER AGARHANDEL die Verfügbarkeit von Mitteln zur dauerhaften Schädlingsbekämpfung, sog. Antikoagulanzien auch künftig sicherzustellen.
- Schließlich darf es im Rahmen der zurzeit diskutierten Überarbeitung der Gemeinsamen Marktordnung nicht zu weitreichenden Eingriffen in die Vertragsfreiheit zwischen Landwirten und Händlern kommen. Einseitige Kündigungsrechte konterkarieren jegliche Verlässlichkeit unter Kontraktpartnern und schwächen den Agrarstandort Deutschland.
DER AGRARHANDEL wird die Grüne Woche nutzen, um den Agrarhandel als unverzichtbares Element in der Lebensmittelkette sichtbarer zu machen und seine Anliegen an die politischen Entscheidungsträger zu kommunizieren.
DER AGRARHANDEL
DER AGRARHANDEL ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern.
Pressekontakt
Martin Courbier
Geschäftsführer
Invalidenstraße 34, 10115 Berlin
Tel.: +49 30 2790741-0
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www.der-agrarhandel.de
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