Indonesien: Hochattraktiver Markt für deutsche Weizenexporte

Deutscher Weizen kann ab Juni nach Indonesien exportiert werden. Beide Länder haben mit einer neuen phytosanitären Vereinbarung die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Damit konnten langjährige Verhandlungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums erfolgreich abgeschlossen werden. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und DER AGRARHANDEL (DAH) begrüßen dies ausdrücklich und danken der Bundesregierung und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) für ihren Einsatz.

„Indonesien stand auf dem Wunschzettel für eine Marktöffnung ganz oben. Das Land zählt nach Ägypten zum weltweit größten Importeur von qualitativ hochwertigem Weizen. Jedes Jahr importiert das Land rund elf Millionen Tonnen Weizen – es ist ein hochattraktiver Markt“, betont DRV-Geschäftsführer Dr. Philipp Spinne. Und DAH-Geschäftsführer Martin Courbier ergänzt: „Die Marktöffnung ist ein wichtiges Signal für unsere heimische Getreidewirtschaft. Denn bei gleichbleibender oder sinkender Inlandsnachfrage wird der Drittlandexport immer bedeutsamer.“ Beide Verbände haben das Ministerium bei den Verhandlungen stets mit ihrer Markt- und Fachkenntnis unterstützt.

„Perspektivisch dürfte der Bedarf weiter steigen, denn die Bevölkerung wächst rasant. Sie nahm allein in diesem Jahrtausend um 70 Millionen auf aktuell rund 290 Millionen Einwohner zu“, stellt Courbier heraus. Obwohl der Importbedarf bislang vornehmlich in Australien, Nordamerika und der Schwarzmeerregion gedeckt wurde, sehen DAH und DRV gute Chancen für deutsche Weizenexporte. Spinne: „Das Interesse an deutschen Weizen ist in Indonesien vorhanden. In den vergangenen Jahren erreichten die deutschen Händler regelmäßig Anfragen, die sie aber aufgrund der phytosanitären Vereinbarung nicht bedienen konnten. Nun stehen die Ampeln auf grün.“

„Bundesminister Alois Rainer hat seiner Ankündigung, den Agrarexport zu stärken, auch Taten folgen lassen. Das ist gut so! Mit der Öffnung des indonesischen Markts können wir heute einen ersten wichtigen Erfolg verbuchen“, kommentieren Courbier und Spinne.

DRV und DAH unterstützen das Bundeslandwirtschaftsministerium bei der Öffnung weiterer Drittlandmärkte. Nächstes Ziel müsse es sein, den chinesischen Markt für Weizen und Gerste zu öffnen. Beide Verbände zeigen sich zuversichtlich, dass es auch hier bald zu einer Einigung kommt.

 

DER AGRARHANDEL

DER AGRARHANDEL ist die Interessenvertretung des Agrarhandels in Deutschland. Seine Mitgliedsunternehmen beliefern die Landwirtschaft mit Saatgut, Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie Futtermitteln. Sie erfassen bundesweit Agrarrohstoffe, wie Getreide und Ölsaaten, und vermarkten sie als Nahrungs- und Futtermittel im In- und Ausland. Auch zählen internationale Im- und Exporteure sowie Makler von Agrarerzeugnissen zu den Mitgliedern.

 

Der DRV

Der DRV vertritt die Interessen der genossenschaftlich orientierten Unternehmen der deutschen Agrar- und Ernährungswirtschaft. Als wichtiges Glied der Wertschöpfungskette Lebensmittel erzielen die 1.656 DRV-Mitgliedsunternehmen in der Erzeugung, im Handel und in der Verarbeitung von pflanzlichen und tierischen Erzeugnissen mit rund 114.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Umsatz von 82,8 Milliarden Euro. Landwirte, Gärtner und Winzer sind die Mitglieder und damit Eigentümer der Genossenschaften.

 

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Martin Courbier
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