Im Fokus Nr. 21 vom 28.05.2026

  • Indonesien öffnet Markt für deutschen Weizen: Strategischer Türöffner für den Getreideexport
  • Profiwissen Futtermittelrecht: Was Unternehmen jetzt im Blick behalten sollten
  • EU-Rat nimmt Vorschlag zur Aussetzung MFN-Zölle an

    Der Europäische Rat hat den Vorschlag angenommen, die Meistbegünstigungszölle (MFN-Zölle) auf die Einfuhr mehrerer wichtiger Düngemittel auf Stickstoffbasis sowie bestimmter Mehrnährstoffdünger und deren Ausgangsstoffe (u. a. Ammoniak, Harnstoff/Urea).

    Arbeitskreis Ausgangsstoffe im BMI am 21. Mai 2026 – Teilnahme des DAH und Stellungnahme

    Der DAH hat am 21. Mai 2026 an der Sitzung des Arbeitskreises Ausgangsstoffe im Bundesministerium des Innern (BMI) teilgenommen. Die Sitzung befasste sich mit der Umsetzung der Verordnung (EU) 2019/1148 über die Vermarktung und Verwendung von Ausgangsstoffen für Explosivstoffe sowie des deutschen Ausgangsstoffgesetzes – Regelwerke, die für den Agrarhandel insbesondere im Hinblick auf ammoniumnitrathaltige Düngemittel von unmittelbarer praktischer Bedeutung sind.

    Update: Entwicklungen BUD/Antikoagulanzien und weitere Schritte

    Die BAuA stellt die neuen Produktzulassungen für Antikoagulanzien-Köder (Difenacoum und Bromadiolon) derzeit sukzessive in die ECHA-Datenbank ein. Die Umsetzung läuft bis zum 30. Juni 2026, sodass die neuen Zulassungen faktisch ab dem 1. Juli 2026 gelten. Für Produkte mit alten Zulassungen greifen Abverkaufs- und Aufbrauchsfristen von insgesamt einem Jahr, jedoch längstens bis zum 30. Juni 2027.

    DAH und DRV begrüßen Marktöffnung für deutschen Weizen nach Indonesien

    Deutscher Weizen kann ab Juni nach Indonesien exportiert werden. Beide Länder haben mit einer neuen phytosanitären Vereinbarung die rechtlichen Voraussetzungen dafür geschaffen. Damit konnten langjährige Verhandlungen des Bundeslandwirtschaftsministeriums erfolgreich abgeschlossen werden. Der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) und DER AGRARHANDEL (DAH) begrüßen dies ausdrücklich und danken der Bundesregierung und dem Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) für ihren Einsatz.

    Abstimmungsergebnisse: Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel, Sektion “Pflanzenschutzmittelrueckstaende” am 18./19. Mai 2026

    Am 30. April 2026 hatten wir Sie bereits über mehrere Verordnungsentwürfe zur Anpassung einzelner Rückstandshöchstgehalte – unter anderem für Getreide und Ölsaaten – informiert. In der Sitzung des Ständigen Ausschusses für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (“Pesticide Residues”), am 18. und 19. Mai 2026, wurden diese Entwürfe nun angenommen.