
Aktuelle Meldungen im RASFF-System KW 21
Hiermit informieren wir Sie über die aktuellen Meldungen im RASFF-System.

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Am 19. Mai 2026 hat die EU-Kommission ihren lang erwarteten “Fertiliser Action Plan” vorgelegt und reagiert damit auf den Preisanstieg bei Düngemitteln sowie auf strukturelle Schwächen der europäischen Düngerversorgung.

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Unser europäischer Dachverband Coceral führt derzeit eine Abfrage zu den praktischen Auswirkungen der abgesenkten Rückstandshöchstgehalte für Deltamethrin bei bestimmten Ölsaaten durch. Hintergrund ist, dass seit dem 11. Dezember 2024 abgesenkte Rückstandshöchstgehalte gelten. Für Sonnenblumenkerne wurde der Rückstandshöchstgehalt von 0,05 mg/kg auf 0,01 mg/kg abgesenkt.

Am 23. April 2026 fand auf Einladung des Bundeslandwirtschaftsministeriums (BMLEH) ein Verbändegespräch zur Lage auf den Düngemittelmärkten statt, an dem neben DAH auch DRV, DBV und IVA teilnahmen. Im Nachgang führten die genannten Verbände vertiefende Gespräche, um konkrete Maßnahmen zur Abfederung der angespannten Marktsituation zu erörtern – einer Situation, die die gesamte Lieferkette vom Produzenten über den Handel bis zur Landwirtschaft belastet.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat ihre Vorgehensweise zur Expositionsabschätzung für Kupfer im Pflanzenschutzmittelbereich konkretisiert. Künftig soll hierfür weiterhin das Berechnungsmodell zur Abschätzung der Aufnahme von Pestizidrückständen (PRIMo 3.1) genutzt werden, allerdings nur für eine erste Vorprüfung bestimmter neuer Anwendungen oder solcher Anwendungen, bei denen eine Änderung bestehender Rückstandshöchstgehalte in Betracht kommt.

Am 4. und 6. Mai 2026 hat die Korrespondenzgruppe „vormals fumigiertes Schüttgut“ des ADN-Sicherheitsausschusses unter deutschem Vorsitz getagt. Neben Delegationen aus Österreich, Belgien, Deutschland und den Niederlanden waren auch EBU/ESO, Gafta sowie Coceral, Unistock und der DAH vertreten.

Für Pflanzen und Pflanzenerzeugnisse, die über die Niederlande oder Belgien nach Großbritannien exportiert werden, stellen die Pflanzenschutzdienste in Deutschland bislang sogenannte Vorausfuhrzeugnisse (VAZ) aus, auf deren Grundlage die Pflanzengesundheitszeugnisse im Ausfuhrland ausgestellt werden.

Indonesien hat kurzfristig neue Importanforderungen für ausgewählte Agrarrohstoffe und Lebensmittel eingeführt, die auch für exportierende Unternehmen aus dem Agrarhandel von Bedeutung sein können. Seit dem 8. Mai 2026 gelten neue Importlizenzpflichten für mehrere Produktgruppen, darunter Sojaschrot, Futterweizen, Bruchreis zur Futternutzung, Mungbohnen, Birnen und Erdnüsse.

Im Anschluss an unser gestriges Rundschreiben zur EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) möchten wir eine Korrektur zum Zeitplan der Anwendungspflichten vornehmen.
Unser PANEL-TALK im Agrarmarktpodcast
27. August 2026